Die landeseigene Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar gwSaar gibt Unternehmen zahlreiche Hilfestellungen bei der Ansiedlung in der High-Tech-Region Saarland. Gleichzeitig bietet sie Möglichkeiten für saarländische Unternehmen, sich international zu vermarkten. So organisiert die gwSaar vom 25. – 26. März 2011 für saarländische Unternehmen und Institutionen einen Messestand auf der IT- und Software-Messe „Indiasoft“ im indischen Pune. Sechs IT-Unternehmen sowie Vertreter der Universität und der HTW des Saarlandes nutzen diese Plattform für ihre Außendarstellung und Kontaktanbahnungen.
Pune, früher Poona(h), ist eine Stadt im indischen Bundesstaat Maharashtra. Indien ist High-Tech- wie Wissenschaftsland mit strebsamen, ehrgeizigen jungen Unternehmern und einem exponentiell wachsenden Absatzmarkt für Konsumgüter. Das Indien von heute ist aber vor allem durch die Softwareindustrie bekannt, die allgegenwärtigen Computer sind Motoren der modernen Wirtschaft. Keine andere Branche als die Softwareindustrie hat daher so vielfältige Einblicke in die verschiedenen Bereiche der Wirtschaft. Kontakte in die IT-Branche Indiens schaffen den Einstieg in das Land.
Triebfeder für die gwSaar, mit dem indischen Verband ESC -Electronics and Computer Software Export Promotion Council, India, eine Vereinbarung über die künftige Zusammenarbeit zu treffen.
Vereinbarung zur künftigen Zusammenarbeit
Diese Vereinbarung, MOU - Memorandum of Understanding genannt, unterzeichneten Thomas Schuck, Geschäftsführer gwSaar und D K Sareen, Executive Director ESC , heute Morgen. Das Abkommen beinhaltet die Zusammenarbeit in Hinsicht auf Informationsaustausch, Unterstützung und Beratung bei Messen und Informationsveranstaltungen in beiden Ländern. Schirmherr des MOU, Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Kiefaber, sagte: „Das Saarland besitzt als renommierter IT-Standort national und international höchste Reputation. Ich freue mich, dass wir auf diese Weise weiteren saarländischen Unternehmen und Forschungsgruppen den Zugang zur indischen Wirtschaft erleichtern können.“
Derzeit stehen ca. 80 saarländische Firmen in ständigem Kontakt mit der indischen Wirtschaft, einige unterhalten Niederlassungen und Joint Ventures vor Ort. Erfreulicherweise ist seit 2002 der Umfang des Warenexports aus dem Saarland nach Indien um das Sechsfache angestiegen. Inzwischen liegt der entsprechende Warenwert bei annähernd 120. Mio. Euro, wobei immer noch Eisen und Stahl mit rund 54 Mio. Euro den größten Absatz in Indien finden.
Informatik im Saarland
Als angesehener Ort der Grundlagen- und Anwendungsforschung in der Informatik bietet der Standort viel Raum für Spitzenforschung, gleichzeitig aber auch den Nährboden und die passenden Infrastrukturen für Spin-Offs der Hochschulen wie für etablierte Unternehmen. Hier profitieren alle von der Nähe zwischen Forschung und Wirtschaft. Akteure der Forschung sind Einrichtungen wie z.B. Universität des Saarlandes, Hochschule für Technik und Wirtschaft, DFKI Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Max-Planck-Institut für Informatik, Max-Planck-Institut für Softwaresysteme.
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