Redaktion:
Herr Staatssekretär, die allgemeine wirtschaftliche Situation in Deutschland und auch im Saarland lässt zu wünschen übrig. Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Zukunft des Saarlandes im Bezug auf die Innovationsbranchen ein?
Peter Hauptmann:
Mit der Wirtschaft geht es wieder bergauf. Damit die saarländische Wirtschaft nachhaltig wächst und neue Arbeitsplätze entstehen, ist die Förderung der Innovationsbranchen mit entscheidend. Wir müssen die Strukturen verbessern, damit es insbesondere für Technologieunternehmen interessanter wird, sich im Saarland anzusiedeln. Schließlich sind wir ein Technologiestandort, da müssen wir darauf achten, auf die zukunftsträchtigen Innovationen zu setzen. Zudem fördern wir StartUp-Unternehmen.
Redaktion:
Das Saarland hat frühzeitig die Chancen der Nanotechnologie erkannt und diese entsprechend gefördert. Wo sehen Sie den Nano-Standort Saarland im Jahr 2020?
Peter Hauptmann:
Weil das Saarland das Potential der Nanotechnologie früh erkannt hat, spielen wir in der Branche ganz vorne mit. Und die Wachstumschancen sind noch lange nicht ausgeschöpft. Von den innovativen Nano-Produkten profitieren auch andere Industriezweige, etwa die Medizintechnik und auch der Automobilbau. Durch den Einsatz der Nanotechnologie entstehen in diesen Industrien große Wettbewerbsvorteile. Die saarländische Nanotechnologie wird also mittelfristig Arbeitsplätze in ganz verschiedenen Branchen sichern.
Redaktion:
Im November 2009 wurden Sie Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft. Gleichzeitig sind Sie Vater von drei Söhnen im Kleinkindalter. Wie bringen Sie Ihre beruflichen Aufgaben mit Ihrem Familienleben in Einklang?
Peter Hauptmann:
Dass ich beides unter einen Hut bringen kann, verdanke ich meiner Frau. Sie steht voll hinter mir und hat mich darin bestärkt, das Amt des Staatssekretärs zu übernehmen. Zudem achte ich sehr auf mein Zeitmanagement, damit meine Familie nicht zu kurz kommt. Und wenn ich dann zu Hause bin, dann widme ich mich auch ausschließlich meiner Frau und meinen Kindern. Dieser Ausgleich und der Rückhalt meiner Familie helfen mir, meinen Job gut zu machen.
Redaktion:
Glauben Sie, dass es im Saarland auch für Ihre Söhne interessante Jobs geben wird, wenn sie in rund 15 Jahren ins Berufsleben starten?
Peter Hauptmann:
Davon bin ich überzeugt, denn wir setzen uns ja schon heute für die Arbeitskräfte von morgen ein. Aufgrund des demographischen Wandels droht ein Mangel an Fach- und Führungskräften. Davon ist das Saarland ganz besonders betroffen. Wir sind ein Technologiestandort, für den hochausgebildete Arbeitnehmer immens wichtig sind. Deshalb setzt sich unser Ministerium mit zahlreichen Maßnahmen und Programmen dafür ein, die Fach- und Führungskräfte von morgen zu qualifizieren und das Saarland für sie besonders attraktiv zu machen. Das ist für mich Herausforderung und Ansporn zugleich.
Das Interview mit dem Staatssekretär Peter Hauptmann hat unsere Redakteurin Rose Burgard im Juli 2010 geführt.
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